Mittwoch, 1. Oktober 2008

2. Rundbrief

Hallo an euch alle, die ihr mein Jahr in Peru verfolgt!

Erstmal ein Dankeschön an euch. Es tut mir gut zu wissen, dass es viele Menschen gibt, die an mich denken. Seit dem letzten Rundbrief sind auch nochmal einige dazugekommen. Das ist schön! In meinen Rundbriefen werdet ihr keine Bilder finden (sind einfach zu groß). Aber unter www.l-k-peru.blogspot.com gibt es erstens Bilder und zweitens auch zwischen den Rundbriefen kleine Nachrichten von mir.

Mittlerweile hab ich mich hier in Lima wirklich schon gut eingelebt. Ich weiß, wie man mit dem Bus von A nach B kommt und sogar wieder zurück (kein Taxi und kein Bus fährt den gleichen Weg wie auf der Hinfahrt). Auch meine Familie ist klasse. Morgens hole ich immer Brötchen und dann gibts noch Erdbeermarmelade und ab und zu einen frischgepressten Orangensaft oder Erdbeermilchshake. Meistens sitz ich mit der Mutter Mori beim Frühstück und sie erzählt mir etwas auf Spanisch und ich versuch zu zuhören. Ist nicht immer leicht, aber bessert sich auch. Sie und die ganze Familie sind auf jeden Fall total nett und offen für mich. Und dass sie eher arm sind, daran hab ich mich auch schon ein bisschen gewöhnt. Wäsche wasche ich halt per Hand.

Tagsüber bin ich normalerweise unterwegs. Morgens lerne ich Spanisch in der Sprachschule. Letzte Woche war ein Test und ich habe bestanden. Seit gestern bin ich im nächsten Kurs. Mit der neuen Lehrerin komme ich voll gut zurecht und ich hoffe, dass dadurch mein Spanisch auch besser wird. In der Sprachschule haben wir Volis Tobi kennengelernt. Er kommt auch aus Deutschland und macht hier seinen Zivi. Mit ihm waren wir bei einem Wohltätigkeitslauf am Sonntag. Er war einer der ersten mit einer halben Stunde auf 5 km und ich war 3 min hintendran. Der Lauf war aber irgendwie komisch, weil wir am Anfang erstmal nur gehen durften, trotzdem hat es Spaß gemacht.

Nachmittags arbeite ich in verschiedenen Gruppen mit. Lobpreisteam, Sport-AG in einer CVJM-Schule, Kindergruppe im Armenviertel Independencia und Mitarbeiterschulung ProLider. Die Gruppen sind oft chaotisch und man versteht wenig von dem schnell gesprochenen Spanisch. Trotzdem macht es riesig Spaß! Mir ist es halt wichtig, mich mit dem, was ich bin und kann, einzubringen und dadurch ein Zeuge für Jesus zu sein. Das ist für mich das größte Anliegen.

Letzte Woche war noch ein Highlight. Wir waren auf einem Delirious? Konzert. Mitten in Lima war die Band aus England und hat gerockt. Es war einfach schön Texte ganz zu verstehen und Lieder zu singen, die mir vertraut sind und die ich mag.

Ja, das habe ich so die letzten Wochen erlebt. Wenn ihr auch was erlebt habt und es mitteilen wollt, dann schreibt mir, ich freu mich.

Ganz liebe Grüße aus Perú,
euer Lars-Kristoffer

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