Donnerstag, 26. Februar 2009

Rundmail im Februar - Strand und Independencia

Hallo! sag ich euch mal wieder.

Ja meine Zeit am Strand ist jetzt rum. Dort habe ich viele Erfahrungen gesammelt und es war eine tolle Zeit. Auch wenn ich danach echt müde war. Aber ich war von früh morgens bis spätabend mit den Kindern zusammen.
Im Februar habe ich jetzt in Independencia, im Armenviertel gearbeitet. Vormittags gab es Programm für die Mütter und freitags und samstags Programm für die Kinder. Es ist so ähnlich wie eine Jungscharstunde, so wie in einem CVJM in Deutschland. Wir singen zusammen, spielen, es gibt eine christliche Botschaft, manchmal ein Theater und vor allem gibt es recreación. Recreación? Ja das ist was Spezielles. Es sind eigentlich Kreisspiele oder viel mehr Singspiele im Kreis: Einer steht in der Mitte singt was vor und/oder macht Bewegungen vor. Alle machen das dann nach. Oft werden die recreaciones eingesetzt um Stimmung zu machen. Das tollste ist immer noch, wenn über hundert Leute in so einem Kreis stehen und jemand in der Mitte ist, der es wirklich drauf hat. So was muss man glaub ich einfach mal erleben.


Vorgestern waren wir mit den Kindern aus Independencia im Zoo "Parque de las leyendas". Dort sind alle Tiere zu finden, die man in ganz Perú findet (Tiere von der Küste, aus den Bergen und aus dem Dschungel). Ehrlich gesagt hat mir dort die Mittagspause am besten gefallen. Auf einer riesen Wiese (gibts hier eigentlich sonst nicht!) habe ich mit den Kindern fangen, Fußball, raufen, Flugzeug und und und gespielt. Das hat ihnen und mir richtig Spaß gemacht. Hinterher hatte ich einen ordentlichen Sonnenbrand. (Das konnte ich am Strand vermeiden :)

Das erste halbe Jahr hier in Perú ist jetzt rum. Nächste Woche ist unsere Zwischenauswertung und dann sind Ferien. Mein Papa kommt und ich freu mich schon riesig drauf. Auch wenn die Urlaubsplanung noch nicht ganz fertig ist...

Ganz viele Liebe Grüße und Gottes Segen wünscht euch

Lars-Kristoffer

Dienstag, 17. Februar 2009

Was zum Nachdenken

Ich hab da ne Mail bekommen und es sind ein paar Interessante Sachen drin, die zum Nachdenken bringen. Vielleicht auch dich?

Komisch, dass 100 Euro nach so viel aussehen, wenn du sie der Kirche gibst, aber so wenig, wenn Du damit einkaufen willst. Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten Fußball vergehen. Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unseren Freunden immer etwas zu erzählen wissen. Komisch, wie schwer es ist, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen. Komisch, wie sich Leute auf einem Konzert um die vordersten Plätze bemühen, und sich um einen der hintersten Plätze in der Kirche drängeln. Komisch, dass wir 2 oder 3 Wochen Vorwarnung brauchen, um ein kirchliches Ereignis in unseren Plan zu bringen, ihn für andere Ereignisse aber im letzten Augenblick umändern können. Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die Gute Nachricht weiterzugeben,aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch weiterzuverbreiten. Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was die Bibel sagt. Komisch, wie viele auf deiner Adressenliste diese Mail nicht erhalten,weil Du Dir nicht sicher bist, dass sie an irgendetwas glauben!
Komisch?...Nein! Traurig! Liebst du Jesus?

Stelle dir vor, folgendes passiert Dir: Eines Morgens während eines Gottesdienstes sind 2000 Christen überrascht, 2 Männer zu erblicken, die beide von Kopf bis Fuß in schwarz eingehüllt sind und Maschinengewehre tragen. Einer der Männer ruft: Jeder, der bereit ist, eine Kugel für Christus zu erhalten, bleibe da stehen, wo er gerade steht! Sofort fliehen der Chor, die Diakone und die meisten der Versammelten. Von den 2000 bleiben nur ungefähr 20 stehen. Der Mann, der gesprochen hatte, nimmt seine schwarze Verhüllung vom Gesicht, sieht den Prediger an und sagt: Okay Pastor, ich habe alle Heuchler entfernt! Jetzt kannst Du mit deinem Gottesdienst beginnen. Ich wünsche noch einen schönen Tag! Und die beiden Männer drehen sich um und gehen hinaus.

Merkwürdig, wie leicht es für Menschen ist, Gott zu leugnen, und sich dann wundern, warum die Welt zur Hölle wird. Merkwürdig, dass jeder in den Himmel will, doch annimmt, man brauche nicht zu glauben, zu denken, zu sagen oder zu tun, was in der Bibel steht. Merkwürdig, wie jemand sagen kann: Ich glaube an Gott, aber dennoch dem Teufel folgt. Merkwürdig, wie das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte frei den Cyberspace passieren kann, aber eine öffentliche Diskussion über Jesus in den Schulen und am Arbeitsplatz unterdrückt wird. Merkwürdig, wie jemand so entbrannt sein kann für Jesus im Gottesdienst, aber ein unsichtbarer Christ im Rest der Woche ist. Merkwürdig, wie ich mehr besorgt darüber sein kann, was andere Leute von mir denken, als was Gott von mir denkt. Dies ist eine wahre Geschichte, die vor knapp einem Jahr in einer Zeitung in den Südstaaten erschien:
Es gab ein atheistisches Ehepaar, das ein Kind hatte. Sie erzählten ihrer Tochter nie von Jesus Christus. Als das Mädchen 5 Jahre alt war, stritten sich ihre Eltern. Der Vater erschoss vor den Augen seines Kindes erst seine Mutter und dann sich selbst. Das Kind wurde daraufhin zu Pflegeeltern gegeben. Die Mutter war Christin und nahm das Mädchen mit in die Kirche. Die Pflegemutter erzählte der Leiterin der Sonntagsschule, dass das Mädchen noch nie etwas von Jesus gehört hatte und bat sie, Geduld mit ihr zu haben. In der Sonntagsschule hielt die Lehrerin ein Bild von Jesus hoch und fragte: Weiß einer von euch, wer das hier ist? Das kleine Mädchen hob die Hand und sagte: Ich! Das ist der Mann, der mich in der Nacht, als meine Eltern starben, gehalten hat.

Wenn Du glaubst, dass das Mädchen die Wahrheit gesagt hat und das, obwohl sie nie von Jesus gehört hatte, ER sie dennoch an jenem Abend gehalten hat, dann wirst Du sicherlich diese Mail an so viele Freunde wie möglich weiterleiten. Du kannst sie aber auch löschen, als hätte Dich die Geschichte nie berührt. Merkwürdig, wie leicht es den Menschen fällt, Gott einfach in den Papierkorb zu tun!
Leite diese Mail nun weiter, wenn Du sagen kannst: Ja, ich liebe Gott. Er ist meine Lebensquelle und mein Erretter. Er sorgt jeden Tag dafür, dass ich funktioniere. Ohne IHN wäre ich nichts. Ohne IHN bin ich nichts, aber mit IHM kann ich alle Dinge tun, weil er mich stark macht. (Phil.4,13)

Montag, 2. Februar 2009

Lernen von anderen Kulturen

Der CVJM gibt eine Zeitung raus und da sollten wir Volis eine Seite gestallten zum Thema "Die Welt bekommt ein Gesicht ...durch Lernen."
Hab gedacht, dass euch auch interessieren koennte, was mir dazu eingefallen ist:

"Gerade bin ich von meiner Arbeit am Strand zurückgekommen. Von morgens um 7 bis nachts um 12 oder 1 bin ich mit Kindern unterwegs, die alle Spanisch sprechen und oft ganz anders sind als Kinder in Deutschland. Auch meine Mitarbeiter sind entweder Peruaner oder Kolumbianer und sie gestallten ihr Programm einfach anders, als ich das von zu Hause gewöhnt bin. Aufgaben werden recht spontan (eine halbe Stunde bis 5 min vorher) verteilt. Da kommt es auch vor, dass mal nicht genug Wasser da ist für die Kinder oder es ist einfach nicht an dem Ort, wo die Kinder gerade sind. Ich habe mir dann vorgenommen, immer wenn ich Wasser bei mir habe, zuerst den Kindern Wasser zu geben und danach erst selbst zu trinken. So habe ich das auch bei den Mahlzeiten und auch beim Shampoo gemacht. Später ist mir dann gekommen, dass das ja eigentlich Nächstenliebe ist. Man stellt den Anderen, den Nächtsten in den Mittelpunkt und nicht sich selbst. Bei deutscher Planung hätte ich nie diese Erkenntnis gewonnen, da es meistens organisierter ist. Ach ja, manchmal wird es auch belohnt, wenn man zuerst den Nächsten sieht. Ein Junge hat mir eine Packung Shampoo geschenkt, weil ich ihm was geliehen habe."