Donnerstag, 23. Juli 2009

Trekkingtour

Hallo an euch alle!

Bald sehen wir uns wieder. Viel fehlt nicht mehr. Gestern war es noch ein Monat. Aber das Jahr ist noch nicht vorbei. Auf mich wartet noch eine große Trekkingtour.

Am 5. August kommen 17 Deutsche aus dem CVJM Nürnberg http://www.cvjm-nuernberg.de und werden sich mit einer Gruppe Peruaner auf den Weg nch Huaraz machen. Gerd geht auch mit und er hat mich gefragt, ob ich ihn unterstützen und beim Übersetzen helfen kann. Und ich hab ja gesagt.
Die Tour besteht aus drei Teilen. Zu Beginn werden wir uns in Huaraz und Umgebung an die Höhe gewöhnen. Als nächstes machen wir eine mehrtägige Wanderung durch die Berge (2900m-4750m). Zum Abschluss steht die Besteigung des Pisco an (3900m-5750m). Wir werden ganz viel Natur, Eis und Berge sehen. All das, was man in Lima sonst nicht zu Gesicht bekommt. Es wird aber nicht nur Abenteur und Vergügen sein.
Wir werden mit dieser Tour das Projekt Tikay vom ACJ Perú unterstützen. Durch dieses Projekt werden Familien bei der Lebensmittelversorgung unterstützt. Wir möchten durch jeden erlaufenen Höhenmeter Spenden sammeln. Das Prinzip ist wie bei einer Sponsoren-Ralley. Pro 100 Höhenmeter gibt der Spender einen festgelegten Betrag. Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Familie können unterstützt werden.
Bsp. Ich gewinne Tante Erna* dafür, dass sie 5.-€ für je erlaufene 100 Höhenmeter an das Projekt spendet. Auf der Tour erklimmst du dann 2400 Höhenmeter. D.h. Tante Erna spendet nach der Tour 120.-€ für Tikay. so einfach ist das.
Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Familien können unterstützt werden.

Und jetzt bist du gefragt. Willst du mich und damit das Projekt Tikay unterstützen? Dann meld dich bei mir. Wenn du eine Firma hast, die einen größeren Betrag spendet, wird sie auf der Homepage mit Logo genannt. Es lohnt sich also. Überleg dir also bitte, ob und wie viel du armen Familien spenden möchtest, damit ihr tägliches Überleben gesichert wird.

Also dann sag ich mal bis bald und überlegts euch!


Liebe Grüße
Lars-Kristoffer
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*Alle Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit sind nicht beabsichtigt. Es ist frei erfunden.

Wieder zurück...

... aus Trujillo von einem super tollen Einsatz. Unsere Planung war nicht perfekt, aber wir hatten ein Programm, als wir am Samstagmorgen in Trujillo ankamen. Gleich vormittags hatten wir ein Programm für Kinder. Wir haben einen Stationenlauf gemacht und die Kinder durften als Detektive entdecken, wer Jesus ist. Nachmittags waren dann die Jugendlichen dran. Wir haben uns kennengelernt und hatten auch schon ein Thema, aber für die Jugendlichen war der ganze Sonntag reserviert. Wir hatten mit 10-20 Jugendlichen gerechnet oder besser gesagt, wir hatten keine Ahnung wie viele wirklich kommen würden. Am Ende waren es dann fast 40. Das hatte ich nicht erwartet. Außer vom Tag zuvor kannten wir uns nicht, aber es war sofort eine hamma Atmosphäre zu spüren. Die Jugendlichen hatten sichtlich Spaß und wir auch.
Unser Thema war Träume. Was möchte ich aus meinem Leben machen? Träume sind wichtig, gerade für diese jungen Leute. Sie leben in einem der ärmsten Viertel und haben kaum eine Aussicht auf eine bessere Zukunft. Trotzdem träumen sie davon Koch oder Arzt zu werden. Gott möchte ihnen helfen bei der Umsetzung ihrer Träume.
Sport und ein Geländespiel haben den Tag abgerundet. Am Montag sind wir nach dem Programm für die Mitarbeiter in Trujillo wieder heimgefahren nach Lima.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Einsatz in Trujillo

Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für ... ...unseren Einsatz in Trujillo. Am Freitagabend gehts los und am Dienstag treten wir wieder die Rückreise an. Wir werden Gruppenstunden für Kinder, Jugendliche und das Personal dort machen. Und am Sonntag haben wir fast den ganzen Tag mit den Jugendlichen: Spiele, Recreaciones, gemeinsames Essen, Sport, ein cooles Thema, Geländespiel, zusammen singen, ... Das wird cool!

Samstag, 4. Juli 2009

mal wieder ein Rundbrief

Hallo an euch alle!

Ich sitz hier grad in Independencia im Oficina und schreib euch mal. So für alle, nur die ersten paar Zeilen lesen: Mir geht es gut und ich komm in nicht mehr ganz 2 Monaten wieder.

Ja, ich und die anderen sind schon wieder kräftig dabei, an unsere Rückkehr zu denken. Planungen für Urlaub im August, Abschiedsfeiern und Abschiedsgeschenke laufen. Und vor allem steht die Frage im Raum: Und dann? Bei den meisten Volis ist es so gut wie klar. Bei mir eigentlich auch. Ich möchte Lehrer werden für Reli, Mathe und Altgriechisch :) Erst hatte ich vor in Tübingen zu studieren. Geh jetzt aber doch nach Heidelberg. So stell ich mir das zumindest vor. Das tolle ist, ich hab keinen Stress mit Bewerbung & Co, da ich mich bis Ende Auguts einschreiben kann. Von hier aus ist das schon ein bisschen kompliziert, wie ich das bei meinen Mitvolis gemerkt habe.

Seit einigen Wochen haben wir einen Detektivkurs mit Kids zwischen 9 und 12 Jahren. Sie sind jedes Mal begeistert. Das ist immer wieder klasse. Wir machen das ja auch zum ersten Mal und es funktioniert nicht immer alles wie wir es uns vorstellen. Aber die Kids kommen immer wieder und haben so einen Spass. In 2 Wochen haben wir Abschluss mit der Überreichung der Detektivausweise, da werden wir ein grosses Detektivspiel machen, bei dem sie alles noch mal anwenden können, was sie gelernt haben. Cool nicht?

Da ich in letzter Zeit wenig geschrieben habe, guckt einfach mal auf meinen Blog, da steht ein bisschen mehr drauf. Ansonsten meldet euch einfach mal und fragt nach.

Gut, dann sehen wir uns bald wieder.... :) Machts gut.

Lars-Kristoffer

Arequipa


Letztes Wochenende war ich in Arequipa. Musste am Freitag und Samstag nicht arbeiten und Montag war Feiertag. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und habe mich mit Tabea und Caro (sie ist sehr spontan noch dazu gekommen) 15 Stunden in den Bus gesetzt. Wir wollten Familie Cordt noch mal Besuchen, bevor sie diesen Sonntag nach Deutschland zurückfliegen. Ausserdem war es mal wieder Zeit sich einfach ein bisschen zu erholen... das haben wir gemacht mit Lesen, Eis essen, Sonne geniessen, Fotos machen und so weiter.

Einen Vormittag haben wir auf die 2 Töchter aufgepasst, wir haben sämtliche Parks in der Umgebung unsicher gemacht. Und dann haben wir noch einen Vogel beerdigt, den wir tot gefunden habe. Trotzdem hatten wir Spass und es war lustig.

In Arequipa waren wir auch im GoDi. Ein ganz kleiner feiner GoDi. War eine ganz neue Erfahrung, da ich in Lima immer in eine - ich würd mal sagen - "Hightech-Kirche" gehen. Drei Beamer, Informationen werden per Video weitergegeben, eine riesige Lobpreisband, über 1000 Besucher pro GoDi .... Trotzdem hat mir die kleine Gemeinde gut gefallen.

Und dann mussten wir auch schon wieder die Rückreise antreten. Wir sind wieder gut in Lima angekommen, auch wenn Tabea und Caro jetzt mit der Grippe kämpfen, die gerade umgeht. Aber mir gehts gut.

Samstag, 20. Juni 2009

Al Límite

Am Freitagabend (gestern) hatten wir das Jugendevent Al Límite bei uns im CVJM. Für uns Volis war das ein großes Ding. Immer wieder hatten den Termin verschieben müssen und gestern hat es endlich geklappt. Wir hatten Band, Essen, eine intergrierte Theaterpredigt und vor allem eine supergemütliche Atmosphäre. Mir hat immer die tolle Sofa-Atmosphäre, die ich von zu Hause her gewohnt war, gefehlt. Und gestern war sie da. Man konnte sich einfach hinsetzen, essen und sich unterhalten. Zusammen mit Richi hatte ich das Thema. Was mache ich, wen ich an Grenzen (límites) stoße? Unsere Antwort: Nicht aufgeben, sondern nach vorn, auf Gott schauen.Eine Sache noch: Ich habe das aller erste Mal in meinem Leben Schlazeug auf einem Billardtisch gespielt. Das ist eine echt lustige Erfahrung gewesen. Muss man mal wiederholen.

Reisebericht vom Urlaub im März

In letzter Zeit habe ich mir echt wenig Zeit genomme für den Kontakt nach Deutschland. Das tut mir Leid. Dafür jetzt mein Reisebericht, den meine Papa geschrieben hat über unseren gemeinsamen Urlaub. Danke dafür, Papa!


Camino del Perú – eine Reise durch ein Land mit vielen Kontrasten

Peru ist ein trockenes staubiges Land mit vielen grünen Gärten und Feldern. Kilometerweit sieht man keine Siedlungen, Gehöfte und Menschen und wird morgens durch den lärmenden Großstadtverkehr mit hunderten von Autos geweckt. Malerische Sandstrände erstrecken sich entlang des Pazifiks, beeindruckende Gebäude recken sich am Strand von Lima in den Himmel und am Fuß der beginnenden Berge klettern armselige Hütten die sonnendurchglühten Hänge hinauf.
Peru ist ein Land mit vielen Gegensätzen manchmal auf engstem Raum. Das haben wir auf Schritt und Tritt erlebt bei unserer Reise durch das Land. Drei Wochen waren wir unterwegs und haben immer weitere Kreise gezogen.
Die erste Woche waren wir in Lima, wo Lars-Kristoffer lebt und arbeitet. Ich habe das Viertel erlebt, bei seiner damaligen Familie Carranza: „San Martin de Porres, Palao, primera entrada“ hat mir Lars-Kristoffer auf einen Zettel geschrieben, falls wir uns einmal verlieren. Dann hätte ich das einem Taxifahrer sagen können, dass er mich wieder heimbringt. War aber nicht nötig! Wir waren im staubigen Armenviertel Indepedencia und im reichen grünen Miraflores am Meeresstrand. Die Viertel liegen in entgegen gesetzter Richtung von Lima und sind genauso gegensätzlich. Im Aquapark bestaunten wir die Springbrunnen und im Y-Camp, dem Strand der ACJ – etwa 11/2 Busstunden südlich von Lima am Pazifik gingen wir Fischen. Hier waren wir zwei Tage und genossen Wind und Wellen, Sonne und Meer beim Geschrei der Möwen und dem Flug der Pelikane. Sogar Delphine sahen wir im Wasser spielen. Psalm 104 wurde uns hier so richtig vor Augen geführt: „Herr wie sind deine Werke so groß und so viel … Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere. … Da sind große Fische, die du gemacht hast, damit zu spielen…“
Die selbst gefangenen Fische (von Lars-Kristoffer) haben wir am selben Abend noch zu Ceviche verarbeitet – ein traditionelles (rohes) Fischgericht mit Zwiebeln, viel Limonensaft und Aji („achi“), ganz scharfes Zeug (wie Chili).




Wir kochen auch zweimal deutsch. Ich habe Kloßteig mitgebracht und Rahmsoße (in der Tüte) und Spätzle. Einmal kochen wir bei Bethkes, Gerd und Claudia und Lea-Marie, die Bruderschaftssekretärsfamilie und einmal für die Gast-Familie Carranza. Beim ersten Mal gibt’s fränkische Klöße mit Kassler und Sauerkraut und beim zweiten Mal Spätzle mit Rahmsoße und Geschnetzeltem vom Huhn (Huhn ist typisch für Peru).




Zum Abschluss der ersten Woche erleben wir noch die Hochzeit von Alfredo Carranza junior und Carolina. Es wird viel getanzt bis in die frühen Morgenstunden. Dabei wird schnell klar, dass der Walzer-Takt beim Hochzeitstanz nichts für Peruaner ist. Bei Salsa blühen sie erst richtig auf. Die spannendste Frage bei der Hochzeit war: Wann kommt wieder Wasser aus dem Hahn? Ab etwa 14 Uhr gab es unvorhergesehen kein fließendes Wasser mehr im Hause Carranza, wo gefeiert werden sollte. Duschen war nicht mehr möglich und die Clo-Spülung hatte auch keinen Nachschub mehr – und das bei mindestens 40 Gästen, die kommen sollten!!! Hier fehlte nicht der Wein - wie in der biblischen Wundergeschichte - sondern das Wasser! Doch ab 19 Uhr hatte der Wasserhahn wieder Druck – auch Dank einiger stiller Gebete.
In der zweiten und dritten Woche waren wir auf Tour im Süden von Peru. Wir fuhren mit dem Bus nach Arequipa in den Anden, gingen auf einen Zwei-Tages-Trip zu den Kondoren ins Colca-Tal, besuchten die alte Inka-Hauptstadt Cusco, kamen ins Heilige Tal der Inkas (Valle sacrado de los Inkas) und ließen uns faszinieren von der alten Ruinenstadt Machu Picchu. Hier trafen wir ein Fernsehteam vom ZDF, die Szenen für eine „Traumschiff“-Folge drehten – und wir sollten gleich als Statisten mitmachen. Es waren zwei ereignisreiche Wochen immer auf einer Höhe von mindestens 2.000 Metern. Arequipa liegt auf 2.300 Meter Höhe und Cusco auf zirka 3.500 Metern. Arequipa ist von zum Teil schneebedeckten Bergen




umgeben und von Vulkanen, die bis zu 6.000 Meter hoch sind. Auch von Cusco führen die Wege auf fast allen Seiten nur steil nach oben. Das ist bei der dünnen Luft nicht immer leicht zu verkraften und wir kommen ganz schön ins Schnaufen. Jeder Tag ist voll neuer Erlebnisse und Entdeckungen. Wir lernen viele liebenswürdige Menschen kennen – und dennoch ist man ständig auf der Hut vor Taschendieben. Die Plätze – insbesondere die „Plazas de Armas“, die Hauptplätze in den Städten und Dörfern strahlen Großzügigkeit aus, aber alle Häuser sind aus Sicherheitsgründen vergittert und eingezäunt. Der ACJ leistet in Arequipa eine wichtige Arbeit für die Ärmsten der Armen mit seiner medizinischen Station, seiner Strickschule und –werkstatt sowie der Bäckerei.



Wir wohnen bei Walter, dem leitenden Mitarbeiter der ACJ (Peruaner trotz des Namens) und seiner Frau Arlen. Wir lernen Christian und Katja Cordt aus Lüdenscheid kennen mit ihren beiden Töchtern Line (3 Jahre) und Jordi (5 Jahre). Sie leben als Familie für ein Jahr in Arequipa (auch Volontäre) und arbeiten in der ACJ mit (von ihnen gibt’s ne eigene Website: www.news.cordts-unterwegs.de).
Im Colca-Tal baden wir in heißen Schwefelquellen (Chivai) und erleben die Kondore am Cruz del Condor im blauen Himmel dahinsegeln. Hier möchten wir bleiben und stundenlang den Flugkünstlern zuschauen.




Wir erfahren das „Valle sacrado de los Inkas“ auf Touristenweise im Komfort-Bus und mit Fremdenführer und erlauben uns doch auch unsere eigenen Freiheiten. Lars-Kristoffer kann mit seinen Peru- und Spanischkenntnissen ein guter Führer sein. Immer wieder erleben wir, dass sich Situationen, die unklar erscheinen zum Positiven öffnen. Es sind spannende Tage, wo der Morgen noch nichts vom Abend weiß. Wir fahren auch mit „normalen“ überfüllten Bussen und erleben die Menschen in Peru in ihrem Alltag. So sind wir immer beides Touristen und Menschen, die Peru nicht nur an der Oberfläche erleben – auch dank der persönlichen Kontakte über die ACJ, den peruanischen CVJM. Gut dass es diese weltumspannende Familie gibt.
Wir erleben viel Kultur - peruanisch, inka-geprägt, katholisch, spanisch, europäisch. Wir erleben wie die Menschen in Peru keine Möglichkeit auslassen ein paar Soles zu verdienen – mit dem Verkauf von Indio-Waren an jeder Bushaltestelle, von Obst und Getränken auf den Märkten, von selbst gemalten Peruansichten und CD’s mit traditioneller Musik in den Straßen, mit dem Angebot sich in malerischer Tracht mit Lämmchen oder Baby-Alpaka fotografieren zu lassen vor historischer Kulisse, mit Volkstänzen auf dem Marktplatz und vielen anderen Ideen.


Voll mit Eindrücken treten wir von Cusco aus die Heimfahrt an; eine Fahrt mit Hindernissen quer durch die Anden. Statt der üblichen 18-20 Stunden werden es 26 Stunden durch einen liegen gebliebenen Lkw in einer Dorfdurchfahrt, durch den notwendigen Umweg und durch Straßensperrung wegen Bauarbeiten. Die Peruaner nehmen das alles mit großer Gelassenheit – und wir haben Urlaub. Letztlich kommen wir doch wieder im großen Verkehrsgewühl in Lima an – Ein ungewohntes Bild nach neun Tagen in den Anden.

Mit dem Besuch im Wasserpark von Lima am letzten Abend mit mehr als 20 grandiosen farbig beleuchteten Springbrunnen beenden wir drei ereignisreiche Wochen in Peru. Ich fliege wieder nach Hause und Lars-Kristoffer ist gespannt auf die zweite Halbzeit bis August.

Sonntag, 3. Mai 2009

nächste Rundmail

Hallo ihr,
ich meld mich mal wieder, denn es ist ja schon wieder ne ganze Weile rum. Ich bin letzten Mittwoch in eine neue Gastfamilie eingezogen. Die ist jetzt ein bisschen kleiner als vorher und ich hab jetzt nur noch einen Gastbruder. Der heißt Walter, die Mutter heißt Elisa und der Papa heißt auch Walter. So ist das hier nun mal. Irgendwie habe ich kein Glück mit den Bädern. Auch hier ist das Waschbecken kaputt und ich putz mir die Zähne draußen im Patio. Aber das kenn ich ja schon :) Trotzdem sind alle nett und zuvorkommend.
Und nach Ostern haben wir mit ein wenig Verzögerung auch unsere neuen Arbeitspläne bekommen. Ich habe immer noch Independencia und Sport in La Victoria aufm Programm. Aber ich hab auch ganz viele neue Projekte: Wir wollen ein Bibelfrühstück einrichten für alle, die abends keine Zeit haben, um in den Mitarbeiterkreis zu kommen. Die brauchen schließlich auch ihre geistliche Nahrung.
Dann fangen wir morgen mit nem Detektivkurs an für Kids zwischen 8 und 12. So was gabs hier noch nie und wir mussten alles vom Deutschen ins Spanische übersetzen. War ne Mordsarbeit. Macht aber auch unglaublich viel Spaß. Mal gucken wie viele morgen Mittag kommen!?
Und dann wollen wir noch ein monatliches Jugendevent mit christlichem Inhalt instalieren. Da sind wir schon kräftig am planen, machen und vorbereiten.
Ansonten lässt der Herbst langsam grüßen. Am Himmel wirds immer grauer. Trotzdem ist es noch schön warm und man kann noch in kurzen Hosen rumlaufen.
Das wars mal so weit von meiner Seite. Also hier ist noch alles in Ordnung.

Liebe Grüße aus Perú von
Lars-Kristoffer

Freitag, 10. April 2009

Oster-Rundmail

Hallo an euch alle!

So, wir sind ja jetzt mitten in der Osterzeit angekommen. Deshalb wünsche ich euch erstmal frohe Ostern und macht euch einfach bewusst, dass wir jetzt die Auferstehung Jesu feiern. Ein Grund warum ich hier bin...

Der letzte Monat war echt voll und ich bin noch stark geprägt vom Urlaub mit meinem Papa. Er ist jetzt vor fast 2 Stunden wieder zurück nach Deutschland geflogen. Wir haben uns Cusco, Machupicchu und Arequipa angeschaut und lieb gewonnen. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht und viele Fotos geknipst. (Papa wird einen kleinen Bericht auf meinen Blog stellen.)

Vorher war ich nochmal im Y'Camp schaffen. In 7 Tagen hatten wir 4 Gruppen, für die wir jeden Tag ein Programm auf die Beine gestellt haben. Echt hart, aber die Freundschaften dort sind echt gut!

Und davor war unsere Halbjahresauswertung. Dabei ist bei mir der Gabentest hängen geblieben. Was für Gaben hat Gott mir geschenkt? Da kamen für mich teilweise überraschende Sachen raus. Und jetzt gehen halt die Überlegungen in die Richtug, wie ich meine Gaben einsetzen kann.

In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass Gott ganz viel in mir machen kann und ich möchte das entdecken. Ich merk einfach, dass Gottes Segen für mich da ist. Darüber bin ich froh. Ich fühl mich behütet und auch freigelassen, aber nicht allein.

Das war mein kleiner Zwischenbericht.
Heute Abend am Karfreitag gehe noch in einen Lobpreisgottesdienst und möchte dort Gott begegnen.

Gott segne euch in diesen Tagen und liebe Grüße,

Lars-Kristoffer

Donnerstag, 5. März 2009

Sommer ist vorbei :(

Ja seit Anfang der Woche gehen die Kids und Jugendlichen wieder in die Schule und der Sommer im ACJ Lima ist vorbei. (Das Wetter ist aber immer noch toll und heiß.) Der Innenhof im ACJ wirkt jetzt ein bisschen trostlos und leer. Auch für mich und die anderen Volis fängt jetzt wieder ein neuer Abschnitt an. Morgen fahren wir zu unserer Halbjahresauswertung nach La Merced in den Dschungel. Mal schauen, was für Vision wir von dort mitbringen. Dort wird es auch einen Tag der Stille geben. Ich bin gespannt wie das wird und was Gott an diesem Tag zu sagen hat. Danach werd ich nochmal eine Woche am Strand im Y´Camp arbeiten und dann kommt mein Papa und wir werden nach Arequipa fahren. Ich bin gefühlsmäßig grad in einer Zwischenstimmung und ein bisschen nachdenklich. Irgendwie so halb mittendrin, passt zum halben Jahr, das jetzt rum ist.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Rundmail im Februar - Strand und Independencia

Hallo! sag ich euch mal wieder.

Ja meine Zeit am Strand ist jetzt rum. Dort habe ich viele Erfahrungen gesammelt und es war eine tolle Zeit. Auch wenn ich danach echt müde war. Aber ich war von früh morgens bis spätabend mit den Kindern zusammen.
Im Februar habe ich jetzt in Independencia, im Armenviertel gearbeitet. Vormittags gab es Programm für die Mütter und freitags und samstags Programm für die Kinder. Es ist so ähnlich wie eine Jungscharstunde, so wie in einem CVJM in Deutschland. Wir singen zusammen, spielen, es gibt eine christliche Botschaft, manchmal ein Theater und vor allem gibt es recreación. Recreación? Ja das ist was Spezielles. Es sind eigentlich Kreisspiele oder viel mehr Singspiele im Kreis: Einer steht in der Mitte singt was vor und/oder macht Bewegungen vor. Alle machen das dann nach. Oft werden die recreaciones eingesetzt um Stimmung zu machen. Das tollste ist immer noch, wenn über hundert Leute in so einem Kreis stehen und jemand in der Mitte ist, der es wirklich drauf hat. So was muss man glaub ich einfach mal erleben.


Vorgestern waren wir mit den Kindern aus Independencia im Zoo "Parque de las leyendas". Dort sind alle Tiere zu finden, die man in ganz Perú findet (Tiere von der Küste, aus den Bergen und aus dem Dschungel). Ehrlich gesagt hat mir dort die Mittagspause am besten gefallen. Auf einer riesen Wiese (gibts hier eigentlich sonst nicht!) habe ich mit den Kindern fangen, Fußball, raufen, Flugzeug und und und gespielt. Das hat ihnen und mir richtig Spaß gemacht. Hinterher hatte ich einen ordentlichen Sonnenbrand. (Das konnte ich am Strand vermeiden :)

Das erste halbe Jahr hier in Perú ist jetzt rum. Nächste Woche ist unsere Zwischenauswertung und dann sind Ferien. Mein Papa kommt und ich freu mich schon riesig drauf. Auch wenn die Urlaubsplanung noch nicht ganz fertig ist...

Ganz viele Liebe Grüße und Gottes Segen wünscht euch

Lars-Kristoffer

Dienstag, 17. Februar 2009

Was zum Nachdenken

Ich hab da ne Mail bekommen und es sind ein paar Interessante Sachen drin, die zum Nachdenken bringen. Vielleicht auch dich?

Komisch, dass 100 Euro nach so viel aussehen, wenn du sie der Kirche gibst, aber so wenig, wenn Du damit einkaufen willst. Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten Fußball vergehen. Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unseren Freunden immer etwas zu erzählen wissen. Komisch, wie schwer es ist, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen. Komisch, wie sich Leute auf einem Konzert um die vordersten Plätze bemühen, und sich um einen der hintersten Plätze in der Kirche drängeln. Komisch, dass wir 2 oder 3 Wochen Vorwarnung brauchen, um ein kirchliches Ereignis in unseren Plan zu bringen, ihn für andere Ereignisse aber im letzten Augenblick umändern können. Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die Gute Nachricht weiterzugeben,aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch weiterzuverbreiten. Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was die Bibel sagt. Komisch, wie viele auf deiner Adressenliste diese Mail nicht erhalten,weil Du Dir nicht sicher bist, dass sie an irgendetwas glauben!
Komisch?...Nein! Traurig! Liebst du Jesus?

Stelle dir vor, folgendes passiert Dir: Eines Morgens während eines Gottesdienstes sind 2000 Christen überrascht, 2 Männer zu erblicken, die beide von Kopf bis Fuß in schwarz eingehüllt sind und Maschinengewehre tragen. Einer der Männer ruft: Jeder, der bereit ist, eine Kugel für Christus zu erhalten, bleibe da stehen, wo er gerade steht! Sofort fliehen der Chor, die Diakone und die meisten der Versammelten. Von den 2000 bleiben nur ungefähr 20 stehen. Der Mann, der gesprochen hatte, nimmt seine schwarze Verhüllung vom Gesicht, sieht den Prediger an und sagt: Okay Pastor, ich habe alle Heuchler entfernt! Jetzt kannst Du mit deinem Gottesdienst beginnen. Ich wünsche noch einen schönen Tag! Und die beiden Männer drehen sich um und gehen hinaus.

Merkwürdig, wie leicht es für Menschen ist, Gott zu leugnen, und sich dann wundern, warum die Welt zur Hölle wird. Merkwürdig, dass jeder in den Himmel will, doch annimmt, man brauche nicht zu glauben, zu denken, zu sagen oder zu tun, was in der Bibel steht. Merkwürdig, wie jemand sagen kann: Ich glaube an Gott, aber dennoch dem Teufel folgt. Merkwürdig, wie das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte frei den Cyberspace passieren kann, aber eine öffentliche Diskussion über Jesus in den Schulen und am Arbeitsplatz unterdrückt wird. Merkwürdig, wie jemand so entbrannt sein kann für Jesus im Gottesdienst, aber ein unsichtbarer Christ im Rest der Woche ist. Merkwürdig, wie ich mehr besorgt darüber sein kann, was andere Leute von mir denken, als was Gott von mir denkt. Dies ist eine wahre Geschichte, die vor knapp einem Jahr in einer Zeitung in den Südstaaten erschien:
Es gab ein atheistisches Ehepaar, das ein Kind hatte. Sie erzählten ihrer Tochter nie von Jesus Christus. Als das Mädchen 5 Jahre alt war, stritten sich ihre Eltern. Der Vater erschoss vor den Augen seines Kindes erst seine Mutter und dann sich selbst. Das Kind wurde daraufhin zu Pflegeeltern gegeben. Die Mutter war Christin und nahm das Mädchen mit in die Kirche. Die Pflegemutter erzählte der Leiterin der Sonntagsschule, dass das Mädchen noch nie etwas von Jesus gehört hatte und bat sie, Geduld mit ihr zu haben. In der Sonntagsschule hielt die Lehrerin ein Bild von Jesus hoch und fragte: Weiß einer von euch, wer das hier ist? Das kleine Mädchen hob die Hand und sagte: Ich! Das ist der Mann, der mich in der Nacht, als meine Eltern starben, gehalten hat.

Wenn Du glaubst, dass das Mädchen die Wahrheit gesagt hat und das, obwohl sie nie von Jesus gehört hatte, ER sie dennoch an jenem Abend gehalten hat, dann wirst Du sicherlich diese Mail an so viele Freunde wie möglich weiterleiten. Du kannst sie aber auch löschen, als hätte Dich die Geschichte nie berührt. Merkwürdig, wie leicht es den Menschen fällt, Gott einfach in den Papierkorb zu tun!
Leite diese Mail nun weiter, wenn Du sagen kannst: Ja, ich liebe Gott. Er ist meine Lebensquelle und mein Erretter. Er sorgt jeden Tag dafür, dass ich funktioniere. Ohne IHN wäre ich nichts. Ohne IHN bin ich nichts, aber mit IHM kann ich alle Dinge tun, weil er mich stark macht. (Phil.4,13)

Montag, 2. Februar 2009

Lernen von anderen Kulturen

Der CVJM gibt eine Zeitung raus und da sollten wir Volis eine Seite gestallten zum Thema "Die Welt bekommt ein Gesicht ...durch Lernen."
Hab gedacht, dass euch auch interessieren koennte, was mir dazu eingefallen ist:

"Gerade bin ich von meiner Arbeit am Strand zurückgekommen. Von morgens um 7 bis nachts um 12 oder 1 bin ich mit Kindern unterwegs, die alle Spanisch sprechen und oft ganz anders sind als Kinder in Deutschland. Auch meine Mitarbeiter sind entweder Peruaner oder Kolumbianer und sie gestallten ihr Programm einfach anders, als ich das von zu Hause gewöhnt bin. Aufgaben werden recht spontan (eine halbe Stunde bis 5 min vorher) verteilt. Da kommt es auch vor, dass mal nicht genug Wasser da ist für die Kinder oder es ist einfach nicht an dem Ort, wo die Kinder gerade sind. Ich habe mir dann vorgenommen, immer wenn ich Wasser bei mir habe, zuerst den Kindern Wasser zu geben und danach erst selbst zu trinken. So habe ich das auch bei den Mahlzeiten und auch beim Shampoo gemacht. Später ist mir dann gekommen, dass das ja eigentlich Nächstenliebe ist. Man stellt den Anderen, den Nächtsten in den Mittelpunkt und nicht sich selbst. Bei deutscher Planung hätte ich nie diese Erkenntnis gewonnen, da es meistens organisierter ist. Ach ja, manchmal wird es auch belohnt, wenn man zuerst den Nächsten sieht. Ein Junge hat mir eine Packung Shampoo geschenkt, weil ich ihm was geliehen habe."

Mittwoch, 14. Januar 2009

Friseur

Ich hab mich zum Jahreswechsel getraut und mir meine Haare abschneiden lassen. Da ich ja jetzt am Strand bin, ist das einfach tausendmal praktischer. Und alle hier sagen, dass es mir gut steht. Ich bin auch zufrieden :) Aber schaut selbst:
vorhernachher

(Das 2. Bild ist jetzt nicht so der Hammer, aber man sieht, dass es echt kürzer ist und wir haben es gleich nach dem Schneiden gemacht.)

Rundmail im Januar

Hallo an alle da draußen in der weiten Welt!

Heute Nachmittag geht es los. Ich werde an den Strand ins Y´Camp gehen. Da war ich jetzt schon 2 Mal. Einmal zum Vorbereiten und das 2. Mal war an Silvester. Dort gab es eine riesen Party und ich war im STAFF. (Ein paar Bilder vom Y´Camp sind auf meinem Blog: l-k-peru.blogspot.com).
Jetzt gehen die Kinderfreizeiten los. Im CVJM-Sommerprogramm sind über 1000 Kinder in vielen Gruppen und die haben die Möglichkeit für ein paar Tage jeweils mit ihrer Gruppe an den Strand zu fahren, wo wir dann auf sie warten und sie von morgens bis abends betreuen werden. Da werd ich wenig Zeit für mich selbst haben. Mal gucken wie es wird. Anstrengend oder schön oder beides... Vamos a ver. Auf jeden Fall werde ich wohl kaum Zeit haben, um viele Mails zu schreiben. (Noch weniger als so wieso schon.) Deswegen schreib ich auch jetzt schon mal.

In letzter Zeit denk ich auch immer wieder an das was nach dem Jahr so sein wird. Wahrscheinlich wird es ein Studium. Was mich grad interessiert ist: Theologie/Griechisch und Grafikdesign/Kommunikation. Das sind beides Dinge, die ich sehr mag. Bei dem ersten würde ich einfach gerne in die Tiefe gehen und hinter die Texte gucken. Mich interessiert, was ein Text aussagt und in welchem Zusammenhang er steht. Beim 2. ist mir wichtig andere Leute ansprechen zu können mit Bildern, Filmen, Musik, ... Und das würde ich gerne bei Jugendarbeit einsetzen. Das ist grad alles ganz spannend für mich. Aber auch nicht einfach so aus Ferne.

Wäre cool, wenn ihr für mich beten könnt. Und wenn euch mal was über den Weg läuft für meine Zukunftspläne, freue ich mich immer über Mails und neue Ideen.

Dann wünsch ich euch eine gute Zeit in eurem verschneiten Deutschland.

Euer Lars-Kristoffer


PS: Hab noch ne Überraschung auf meinem Blog *grinz*

Samstag, 10. Januar 2009

Y'Camp - arbeiten am Strand



So diesen Sommer werde ich am Strand arbeiten. Das ist meine Aufgabe für Januar. An Szlvester ging es los mit einer großen Fiesta am Strand und an den darauffolgenden Tagen gab es wietere Programmpunkte für alle, die noch den Strand und die Sonne genießen wollten. Dort im Y'Camp habe ich neue Freunde gefunden. Gleich bei der ersten gemeinsamen Busfahrt (1,5 Std.) an den Strand bin ich recht schnell mit den anderen ins Gespräch gekommen. Eigentlich fällt mir das immer ein bisschen schwer.
Und was mach ich dann dort am Strand? Eine Aufgabe ist es sich um die Leute zu kümmern, die längere Zeit dort sind und campen. Da macht man dann Volleyballturniere, batiken, Kino am Strand... Und was jetzt nächste Woche losgeht, sind Camps für Kinder und Jugendliche. Da weiß ich noch nicht wie es wird. Aber auf jeden Fall ist und war es so, dass ich sehr wenig Zeit für mich selbst habe. Ständig ist man irgendwie eingespannt (und sei es nur, dass man gemütlich am Strand entlang gehen muss, um die Badenden zu beobachten). Habe ich mal ein paar Minuten frei, kann ich nicht einfach in mein Zimmer gehen, weil zwischen Strand und Haus eine ewig lange Treppe liegt.
Trotz allem gefällt es mir im Y'Camp. Ich mag die Momente, in denen man die Magie des Meeres spürt, die Natur, die Sonnenuntergänge, die Vögel, ... Und ich wünsch mir auch , dass ich mit den Leuten aus dem STAFF einfach Freundschaften bauen kann.